16.04.2025 | Brüderkrankenhaus Trier
Das Herzzentrum im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier hat seinen komplett neuen Ambulanz- und Funktionsbereich in Betrieb genommen. Damit findet sich nun die gesamte Funktionsdiagnostik von EKG über Lungenfunktionstest bis Schluckecho auf einer Ebene. Professor Dr. med. Nikos Werner, Chefarzt der Kardiologie und Leiter des Herzzentrums erwartet, dass von den optimierten Abläufen Patienten und ärztliches sowie pflegerisches Personal profitieren werden.
Nun seien die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass „auch räumlich
zusammengehört, was zusammenwachsen soll“, erklärte Markus Leineweber, Direktor
Unternehmenskultur des Brüderkrankenhauses Trier anlässlich der Einsegnung der
neuen Räume. Im Erdgeschoss des Gebäudes St. Kamillus finden die Patientinnen
und Patienten nun sämtliche funktionsdiagnostischen Bereiche auf einer Ebene
vor – vom EKG über Stress- und Schluckecho bis Lungenfunktionstest reicht das
Spektrum. Hier findet sich ein Aufwach- sowie Überwachungsraum für Patienten
nach einer elektrischen Kardioversion ebenso wie ein Labor für die Blutentnahme
oder die Büros der Chefärzte von Kardiologie sowie Herz-, Thorax- und
Gefäßchirurgie. Auch die Wartezimmer und Anmeldungsräume sind geräumiger und
heller gestaltet. Der neue Ambulanz- und Funktionsbereich grenzt zudem direkt
an die bestehende Rhythmologie unter Leitung von Privatdozent Dr. med. Frederik
Voss an.
„Zum ersten Mal in der Geschichte
des Herzzentrums Trier haben wir die gesamte Funktionsdiagnostik in einem
Bereich zusammengefasst. Dies verkürzt für unsere Mitarbeiter und Patienten die
Wege und erlaubt ein effizienteres Arbeiten“, freut sich Professor Dr. med.
Nikos Werner. Der Chefarzt der Kardiologie empfängt seine Patienten nun Tür an
Tür mit seinem herzchirurgischen Kollegen Professor Dr. med. Assad Haneya.
Besonders ins Auge fällt die farblich ansprechende Gestaltung der hellen Flure.
„Die Trennung von ambulanter und stationärer Versorgung gemeinsam mit
unserem neuen Medizinischen Versorgungszentrum für Kardiologie erlaubt es uns,
moderne Kardiologie kompakt und in entspannter Atmosphäre anzubieten“, ist
Professor Werner überzeugt. Durch die enge Zusammenarbeit des medizinischen
Teams könnten komplexe Befunde schneller besprochen werden, außerdem würden
Pflege und Medizin im Sinne der Patienten nun noch intensiver und ohne
Zeitverzögerung im Sinne der Patienten zusammenwirken.
Professor Werner und Markus Leineweber, die allen beteiligten Akteuren
und insbesondere den Planern und Gewerken für die gute Zusammenarbeit dankten,
warfen bereits auch einen Blick in die nahe Zukunft. Denn mit der
Inbetriebnahme des neuen Ambulanz- und Funktionsbereichs geht nun der zweite
Bauabschnitt für das neue Herzzentrum in die heiße Phase. So werden auch auf
der zweiten Ebene desselben Gebäudes, wo sich schon jetzt Herzkatheter- und
EPU-Labore sowie der Hybrid-OP befinden, die Abläufe weiter optimiert.
„Neben komplett neuen Anlagen, die auch technische Verbesserungen
bedeuten, werden wir auch hier unsere ambulanten und stationären Untersuchungen
von den Abläufen her effektiver gestalten können, wovon unser ärztliches und
pflegerisches Team und vor allem unsere Patienten profitieren werden“, erwartet
Professor Werner; so bleibe mehr Zeit für die Patienten. Geplant sind allein
fünf neue Katheterlabore.
Der Zentrumsleiter bezeichnet die Einrichtung, in der jedes Jahr rund
5.700 Patientinnen und Patienten stationär behandelt werden, „als einen
zentralen Pfeiler der kardiovaskulären Versorgung in der Region“. Regional sei
das Herzzentrum „das führende Zentrum für interventionelle und strukturelle
Herzerkrankungen“ und biete ein umfassendes Leistungsspektrum von der
Notfallversorgung bei Herzinfarkt über komplexe Kathetereingriffe bis hin zur
Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten“, so Professor Werner.
Über das Herzzentrum
Trier
Im 2018 gegründeten Herzzentrum
Trier werden Patientinnen und Patienten mit sämtlichen kardiovaskulären
Erkrankungen behandelt. Das Herzzentrum Trier besteht aus den Abteilungen
Innere Medizin III/Kardiologie und internistische Intensivmedizin (Leitung
Prof. Dr. med. Nikos Werner), Innere Medizin III/Rhythmologie (Leitung
Priv.-Doz. Dr. med. Frederik Voss) sowie Herz- und Thoraxchirurgie (Leitung
Prof. Dr. med. Assad Haneya) des Brüderkrankenhauses Trier. Es versteht sich
als Anlaufstelle und Referenzzentrum für alle Therapieformen von
Herzerkrankungen in der Region und als Kooperationspartner der örtlichen
Krankenhäuser, die wohnortnah einen Großteil der kardiologischen Versorgung
abbilden. Aufgrund der bestehenden Infrastruktur mit einer
institutionalisierten Herzchirurgie, einer großen Kardiologie und Rhythmologie,
stellt das Herzzentrum des Brüderkrankenhauses spezielle Diagnostik- und
Therapieverfahren und modernste Medizintechnik zur Verfügung. Mit einem
hochqualifizierten Team von Ärzten und Pflegekräften bietet das Zentrum
exzellente medizinische Versorgung und setzt Maßstäbe in der Behandlung von
Herzerkrankungen.
Weitere Informationen
über das Herzzentrum Trier finden Sie unter www.herzzentrum-trier.de.